Trendfollowing mit Binäroptionen

Trendfollowing, also dem Trend erfolgreich folgen, findet auf zweierlei Weise statt: Trader folgen mit Kauf- und Verkaufsstopps dem Trend. Beides gilt als große Kunst und Grundlage für ein erfolgreiches Trading. Grundsätzlich muss der Trader sein Risiko- und Moneymanagement mit der Charttechnik in Einklang bringen, was sich nur über gesplittete Positionen und gefächerte Stopp-Abstände erreichen lässt.

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Trendfollowing beim Kauf

Es gibt markante Punkte im Chartgeschehen, die als Kaufpunkte für Call- und Put-Positionen gelten. Das sind Ausbrüche aus Schiebezonen oder Leisten, 1-2-3-Formationen und das Über-/Unterschreiten von markanten Hochs und Tiefs. Wenn der Kurs diese Punkte durchquert, gilt ein Trend als eröffnet, es lohnt der Einstieg. Zum besseren Verständnis sei angemerkt, dass es immer sowohl um Aufwärts- als auch um Abwärtstrends geht, beides kann mit Derivaten erfolgreich gehandelt werden. Die entscheidende Frage, die sich für den Trader beim Eröffnen einer Position stellt, ist diejenige nach der Positionsgröße. Je größer die Position ausfällt, desto mehr riskiert der Trader, was er nur über ein enges Stopplossmanagement zur Verlustbegrenzung kompensieren kann. Dieses erweist sich aber allzu oft als kontraproduktiv, denn Trends verlaufen nicht geradlinig, sondern schlagen immer wieder zurück. Daher lohnt sich beim Kauf stets die Betrachtung des Einstiegspunktes hinsichtlich seiner Qualität. Wenn diese dem Trader sehr hoch erscheint, weil etwa ein neues Wochenhoch in einem ohnehin gut etablierten Aufwärtsmarkt erreicht würde, so lohnt sich eine größere Position. Viele andere Marktteilnehmer haben um dieses Wochenhoch herum ihre Kaufstopps platziert, was dem Markt genügend Schwung verleiht, um ihn weiterzutreiben und eine komfortable Stopplossabsicherung zu ermöglichen. Wenn die Qualität des Signals eher klein erscheint, weil sich der Kurs inmitten einer größeren Wochenrange befindet, sollte der Trader mit einer kleinen Position einsteigen und danach pyramidisieren. Die Pyramide kann auch auf dem Kopf stehen, es folgen also größere auf kleinere Positionen. Beim Nachkauf steht die Position prinzipiell schon im Plus, der frühe Einstieg hedgt sie, allerdings ist der Hedge sicherer bei einer großen Position unten und einem kleineren Nachkauf. Auch gleichmäßige Nachkäufe sind möglich, der Stopp rutscht dann um einen immer kleineren Betrag nach oben (unten), um die Position abzusichern. Entscheidend beim Pyramidisieren sind die Abstände zwischen den Kaufpunkten und die Größe der Position auch in Relation zueinander. Manche Trader kaufen zunächst eine sehr kleine Position, die ihnen gemäß ihrem Moneymanagement einen weiten Stopp ermöglicht. Diesen Stopp setzen sie an eine Stelle, an der der begonnene Trend als gescheitert betrachtet wird, beim Ausbruch aus einer Range nach oben also beispielsweise unter die Range. Solange der Stopp nicht erreicht wurde, entschließen sie sich durchaus zum Nachkauf selbst bei verbilligter Position. Das Ganze kann mit einem kleinen Hedge in Gegenrichtung gekoppelt werden, um von allen Bewegungen zu profitieren.

Trendfollowing per Stopploss-Management

Mit Gewinn- und Verlustbegrenzungsstopps wird ebenfalls dem Trend gefolgt, wobei sich hier eine Fächerstrategie bewährt hat: Der Trader splittet die eingegangene Position in mehrere (optimal: in drei) Stopps auf, die zunächst sehr eng unter dem Eröffnungskurs stehen. Schlägt der Kurs zurück, wird zunächst der erste Stopp erreicht, bei Trendfortsetzung folgt der Trader mit den anderen beiden Stopps. Je weiter sich der Trend bewegt, desto weiter kann der Fächer der Stopps “aufgeklappt” werden, wodurch die inzwischen im Gewinn stehenden Stopps immer größere Rückschläge aushalten würden. Am Ende des Tages (bei Daytrading) wird der Fächer wieder zugeklappt, die Stopps werden also zusammengezogen, um den Gewinn durch Ausstoppen zu realisieren. Entscheidend bei der Betrachtung von im Gewinn liegenden Stopps ist stets, dass es nicht möglich ist, einen maximalen Gewinn mitzunehmen. Das Ausstoppen erfolgt immer suboptimal.

Erfahren Sie mehr über die Trendfolge Strategie: