Ist die Glaubwürdigkeit der FED in Gefahr?

Die FED hatte sich bei QE3 im September niemals zu einer Verringerung verpflichtet, doch prognostizierten die Märkte, dass sie es tun würde. Daraus resultiert zwangsläufig, dass die Marktteilnehmer nicht mehr gezwungen sein werden, die Glaubwürdigkeit der FED-Offiziellen anzuzweifeln, sollten sie Hinweise auf die künftige Geldpolitik geben. Auf der anderen Seite verursachte die vorausschauende Zielsetzung Probleme für die US-Wirtschaft. Zum Beispiel war der Anstieg der 10-Jahres-Rendite von ungefähr 2 % im Juni auf kürzlich knapp 3 % die Folge von Notenbank-Chef Ben Bernanke Rede im Juni, in der er eine Arbeitslosenrate von 7 % als eine notwendige Voraussetzung für eine Reduzierung von QE3 nannte. Man kann sich leicht vorstellen, dass ein Anstieg der längerfristigen Renditen zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit führte, der gleichzeitig mit der Reduzierung anderer Raten erfolgte: falls der Arbeitsmarkt jetzt nicht genügend Arbeitsplätze schaffen kann, wie kann er das in Zukunft tun, wenn Kredite teurer werden? Zusätzlich zu einer möglichen Skepsis der Investoren lässt sich schwer vorhersagen, ob die FED in Zukunft davon absehen wird, die vorausschauende Zielsetzungen, wie bisher, bekannt zu geben. Auf jeden Fall ist jetzt mehr Vorsicht auf beiden Seiten notwendig.