Globale Konjunkturdaten aus KW29

USA: Die Wirtschaftsdaten waren gemischt. Auf der positiven Seite stellen wir Optimismus in Bezug auf regionale Erwartungserhebungen über die Zukunft des industriellen Sektors fest. Auf der negativen Seite stellen wir fest, dass in den USA Einzelhandelsumsätze im engeren Sinne (ohne Kfz, Benzin und Baumaterialien) im Juni nur sehr moderat anstiegen. Die Daten vom Mai wurden nach unten revidiert, ein weiterer Beweis für das relativ moderate Wachstum des privaten Konsums im zweiten Quartal.
Europäische Union: Die Daten, die über die europäische Wirtschaft veröffentlicht wurden, waren überwiegend negativ. Im Mai wurde im Export und Import von Waren ein starker monatlicher Rückgang verzeichnet. Autoverkäufe in der Eurozone sanken im Juni um 6,3 % gegenüber dem Vorjahr auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren. Ein leichter Rückgang wurde auch bei der Umfrage über das Vertrauen der Anleger in Deutschland erfasst.
China: Der Daten-Cluster lieferte einen weiteren Beweis für die Moderation der Wachstumsrate der chinesischen Wirtschaft. Dennoch bekräftigten Beamte der chinesischen Regierung ihre Position, dass die Regierung nicht die Absicht zeige, erneut steuerliche Anreize zur Ankurbelung der Wirtschaft zu schaffen. Darüber hinaus stellen wir fest, dass der anhaltende Anstieg der Immobilienpreise die Umsetzung einer expansiven Geldpolitik erschweren kann. Wir beobachteten, dass weitere regulatorische Beschränkungen auf außerbilanzielle Forderungsvolumen (sog. „Shadow Banking“) durch die Behörden in China neben dem im Juni aufgezeichneten Liquiditätsengpass zum dritten aufeinanderfolgenden Rückgang der Kreditsumme führte, die in der chinesischen Wirtschaft zur Verfügung steht. Es war zugleich der niedrigste Stand seit April 2012.